Losgelassen: VW Polo R WRC kontra Race Touareg

Written by Auto-Headline  //  Montag, 27. Februar 2012, 15:40 Uhr

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Als wenn er losgelassen: VWs Polo-Prototyp zeigte auf antauender Eispiste, was er drauf hat und empfahl sich für eine Rallye-Karriere. Foto: Auto-Headline

Ungleicher konnten sie nicht sein, die Kontrahenten, die sich bei der Winter Night vor 1.000 Motorsportbegeisterten ein ungewöhnliches Duell auf einem angetauten Eisoval im österreichischen Wintersportort Ellmau lieferten: VWs Polo-Prototyp gegen Race Touareg. Und dennoch hatten sie einiges gemeinsam: Profi-Rennfahrer wie Sebastian Ogier und Carlos Sainz; beide nicht zum Verlieren bereit. 

Es war der bislang erste öffentliche Auftritt des Polo R WRC, mit dem Volkswagen im nächsten Jahr an der Rallye Weltmeisterschaft teilnehmen will. Bislang drehte er seine Testrunden eher fernab der Öffentlichkeit. In Ellmau ließ er sehen und hören, was in ihm steckt. Bevor sich der Wolfsburger jedoch im Finale mit „El Matador“ im Race Touareg einlassen konnte, hatte sich der 300 PS starke Prototyp gegen Dieter Depping im Rallye-Käfer und Per Eklund im Golf 1 durchgesetzt. Das musste er auch, schließlich soll er seinen erfolgreichen Vorfahren künftig möglichst mit Bravour nacheifern. Und deren Spuren sind üppig ... 

Dass der Polo trotz seines relativ bescheiden wirkenden 1,6-Liter-Vierzylinders keine mitleidigen Blicke ernten muss, war von vornherein klar. Mit Turboaufladung und stattlichen 300 PS machte er im Winterduell nicht nur dicke Backen, sondern auch eine gute Figur. Flink trieb Ogier VWs Hoffnungsträger über den Kurs und fand immer wieder Anschluss am gewaltigen Touareg, den Sainz um die Kurven zwang, als gäbe es kein Morgen. Am Ende entschied der Franzose das Kräftemessen mit dem Rallyeweltmeister und Dakar-Sieger für sich. Das Zeug zum Sieger hat der Polo. Im kommenden Jahr kann er’s beweisen. (Auto-Headline)