Detroit 2016: Neue Porsche 911 Turbo und 911 Turbo S

Written by AutoHeadline  //  Dienstag, 12. Januar 2016, 14:25 Uhr

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Der Porsche Turbo S leistet dank neuer variabler Lader mit größerem Verdichter nun 580 PS . Foto: AutoHeadline.com

In Detroit starten die Hersteller heute ins neue Autojahr. Auch Porsche präsentiert auf der North American International Auto Show neue Topvarianten der 911-Baureihe. Die neue Generation übernimmt wesentliche Merkmale des markanten Designs der aktuellen Carrera-Modelle - ergänzt um die typischen 911 Turbo-Besonderheiten. Das neu geformte Bugteil mit seitlichen Airblades und den präzise gezeichneten, schmalen LED-Bugleuchten mit Doppelsteg lässt in Kombination mit der zusätzlichen Lamelle im mittleren Lufteinlass die Front noch breiter wirken. In der Seitenansicht zeigt sich der Hochleistungssportwagen mit neuen 20-Zoll-Rädern. Mit 9 J x 20 vorn und 11,5 J x 20 hinten sind die neuen Räder um jeweils ein halbes Zoll breiter. Umfassend geändert wurde das Heck. Auf den ersten Blick fallen die aus der Carrera-Reihe bekannten 3D-Heckleuchten mit Vierpunkt-Bremslicht und Aura-Beleuchtung auf. Die Austrittsöffnungen für die Abgasanlage im Heckteil wurden angepasst, das Heckdeckelgitter ist nun dreiteilig ausgeführt: rechts und links mit längs angeordneten Lamellen, in der Mitte mit einem separaten Deckel für optimierte Luftansaugung. Als Coupé und Cabriolet verfügbar zeichnen sie sich die Neuen gegenüber den Vorgängern durch 15 kW/20 PS mehr Leistung, leicht geändertes Design und eine verbesserte Ausstattung aus. Der Biturbo-Sechszylinder mit 3,8 Liter Hubraum im 911 Turbo leistet jetzt 397 kW/540 PS. Erreicht wird dieses Leistungsplus durch geänderte Einlasskanäle im Zylinderkopf, neue Einspritzdüsen und erhöhten Kraftstoffdruck. Der 911 Turbo S entwickelt, dank neuer variabler Turbolader mit größerem Verdichter nun 427 kW/580 PS. Dass die neuen Turbos atemberaubende Fahrleistungen bieten, überrascht weniger als deren relative Genügsamkeit. In 2,9 Sekunden sprintet das 911 Turbo S Coupé auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 330 km/h um zwölf km/h höher als bislang. Der 911 Turbo erreicht, die 100-km/h-Marke in 3,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 320 km/h - plus fünf km/h im Vergleich zum Vorgänger. Dabei begnügen sich die Coupés jetzt mit 9,1 l/100 km, die Cabriolets mit 9,3 l/100 km - für alle Varianten ein Minus von 0,6 Liter/100 km. Grund dafür ist das weiterentwickelte elektronische Motor- und Getriebemanagement mit überarbeiteten Schaltkennfeldern. Das neue GT-Sportlenkrad mit 360 Millimeter Durchmesser verfügt serienmäßig über einen ‚Mode‘-Schalter für die vier Programme Normal, Sport, Sport Plus und Individual. Neu enthalten im Sport Chrono-Paket ist der ‚Sport Response‘-Knopf in der Mitte des Mode-Schalters. Inspiriert vom Rennsport werden damit Motor und Getriebe auf bestmögliches Ansprechverhalten eingestellt. Damit beschleunigt das Fahrzeug für bis zu 20 Sekunden optimal, etwa für einen Überholvorgang. Eine Anzeige im Kombiinstrument in Form eines ablaufenden Timers informiert den Fahrer über den Zeitablauf. Das abschaltbare Porsche Stability Management (PSM) der 911 Turbo-Modelle verfügt nun über einen neuen PSM Sport-Modus: Über einen kurzen Druck auf die PSM-Taste in der Mittelkonsole wird das System in einen besonders sportlichen Modus versetzt - und zwar unabhängig vom gewählten Fahrprogramm. Der separat schaltbare PSM Sport-Modus verfügt über eine deutlich stärkere Verschiebung der Eingriffsschwelle des PSM als dies beim Vorgänger im Sport Plus-Modus der Fall war, und ermöglicht auf der Rundstrecke ein näheres Herantasten an den Grenzbereich. Das Aufleuchten der PSM-Warnlampe und ein Hinweis im Kombiinstrument signalisieren, dass die Fahrstabilisierung durch das PSM in dem Fall eingeschränkt ist. Das Fahrwerk der neuen 911 Turbo-Modelle bietet eine größere Spreizung zwischen Performance und Komfort. Darüber hinaus bietet der 911 Turbo S eine fahrdynamische Komplettausstattung: Der Wankausgleich PDCC ist ebenso serienmäßig wie die Keramik-Bremsanlage PCCB. Zu den neuen Optionen für alle 911 Turbo-Modelle zählen der radarbasierte Spurwechselassistent und ein Liftsystem für die Vorderachse, mit dem bei niedrigen Geschwindigkeiten die Bodenfreiheit unter der Frontspoilerlippe um 40 Millimeter vergrößert werden kann. Mit dem Generationswechsel zieht serienmäßig auch das neu entwickelte Infotainment-System PCM mit Online-Navigation in das Cockpit der 911 Turbo-Modelle ein. Erkennbar am in die Mittelkonsole integrierten Multitouch-Monitor mit edler Glasoberfläche bietet es dank serienmäßigem Connect Plus-Modul zahlreiche neue und erweiterte Connectivity-Funktionen. Die Navigation greift zudem auf aktuelle Verkehrsinformation in Echtzeit zurück. Routen und Orte können mit Hilfe von 360-Grad- und Satellitenbildern visualisiert werden. Zusätzlich verarbeitet es jetzt auch Eingaben per Handschrift. Darüber hinaus lassen sich nun auch Mobiltelefone und Smartphones über WLAN, Bluetooth oder Kabel schneller, einfacher und umfassender integrieren. Ausgewählte Fahrzeugfunktionen können nun auch aus der Ferne gesteuert werden. (AutoHeadline.com)