VW Financial und NABU starten Moorschutzfonds an der polnischen Ostsee

Written by AutoHeadline  //  Donnerstag, 06. August 2015, 10:00 Uhr

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Millionenscheck fürs Moor : Olaf Tschimpke und Thomas Tennhardt vom NABU-Präsidium mit VW-Managern Henner Santelmann und Wolfram Thomas (v.l.). Foto: AutoHeadline.com

Das internationale Moorschutzengagement des Naturschutzbunds Deutschland e.V. (NABU) und der Volkswagen Financial Services (VWF) startet mit der Renaturierung von durch Entwässerung und Torfabbau geschädigten Moorgebieten im Slowinski-Nationalpark sowie in Westpommern. Im Moor bei Krakulice/PL überreichte NABU-Präsident Olaf Tschimpke eine wissenschaftliche Studie an Lars-Henner Santelmann, Marketing-Vorstand VWF, und Wolfram Thomas, Umwelt-Konzernbeauftragter der Volkswagen AG, die als Grundlage für den Moorschutz in Nord-Eurasien dient. Außerdem präsentierte Volkswagen Financial Services konkrete Maßnahmen zur Förderung umweltfreundlichen Fuhrparkmanagements im polnischen Automobilmarkt. Die Grundlage des Moorschutzengagements in Polen bildet der zu Beginn des Jahres vom NABU gegründete Internationale Moorschutzfonds (International Peatland Conservation Fund, IPCS), den VWF über fünf Jahre mit insgesamt einer Million Euro ausstattet. „In Deutschland haben wir mit dieser Art des Finanzierungsinstruments sehr gute Erfahrungen gemacht und unterstützen damit schon 13 Moorschutzprojekte", sagt Santelmann: „Unser langfristiges Engagement mit dem NABU zeigt, dass wir es mit der konkreten Förderung von Klimaschutzprojekten ernst meinen und dies ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie ist." Moore haben eine bedeutende Funktion für Klimaschutz und Biodiversität. In vielen Ländern haben sie ihren ursprünglichen Zustand als Kohlenstoffsenke verloren und sind durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung von der Austrocknung bedroht. Zerstörte Moore stoßen große Mengen Treibhausgase wie CO2, Methan und Lachgas in die Atmosphäre aus. Das Rahmenkonzept für den Internationalen Moorschutzfonds ist eine jetzt abgeschlossene, durch Volkswagen finanzierte NABU-Studie, die die Potenziale zur Wiederherstellung und zum verbesserten Schutz der Moore in Osteuropa und dem europäischen Teils Russlands aufzeigen soll. Darüber hinaus wird an konkreten Fallbeispielen der effiziente Mitteleinsatz beim Moorschutz beschrieben. Die ersten durch den Internationalen Moorschutzfonds finanzierten Renaturierungsgebiete liegen in Westpommern an der Ostseeküste Polens. Ziel ist es, mindestens 900 Hektar Moor zu renaturieren. Aufgrund jahrzehntelanger Entwässerung verlieren diese Moore mit der Zeit ihre ursprüngliche Funktion als CO2-Speicher. Gemeinsam mit einem polnischen NABU-Partnerverband sollen die Moore durch das Anstauen von Wasser wieder in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt werden. „Der Moorschutz bietet in Deutschland und international enorme Chancen zum Natur- und Klimaschutz. Durch die Renaturierungen in Polen können wichtige Naturparadiese gerettet und klimaschädliche Gase gebunden werden. Mit Hilfe des Internationalen Moorschutzfonds wollen wir künftig noch viele Projekte dieser Art umsetzen", betont Tschimpke. Als weitere Initiative weitet Volkswagen Financial Services das Programm zur Förderung umweltfreundlichen Fuhrparkmanagements auf Polen aus. Der polnische Automobilmarkt setzt zu fast 90 Prozent Gebrauchtfahrzeuge um. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt im Gesamtmarkt bei 14,3 Jahren (Quelle: SAMAR). Zum Vergleich: In der gesamten Europäischen Union beträgt das durchschnittliche Fahrzeugalter 8,3 Jahre (Quelle: ACEA). „Wir sehen aufgrund des hohen Fahrzeugalters und des damit einhergehenden hohen CO2-Ausstoßes großes Potenzial, den Fahrzeugmarkt umweltfreundlicher zu gestalten", sagt Santelmann, „deswegen werden wir insbesondere unser Leasinggeschäft ausbauen, um neue Fahrzeuge mit kurzen Vertragslaufzeiten erschwinglich zu machen." Weitere Bausteine des ökologischen Fuhrparkmanagements sind ECO-Fahrtrainings für Großkunden, Tankkarten und die Fuhrpark-Software FleetCARS, die ein transparentes CO2-Reporting ermöglicht. Die Volkswagen AG und der NABU sind in einer Dialog- und Projektpartnerschaft miteinander verbunden. Das Unternehmen hat sich als Ziel gesetzt, bis 2018 ökologisch führender Automobilhersteller der Welt zu sein. Von Deutschlands mitgliederstärkstem Umwelt- und Naturschutzverband erhält Volkswagen dabei fundierten Rat und kritische Begleitung. Volkswagen verknüpft Initiativen für Umweltschutz und Ressourceneffizienz mit der Förderung von Projekten im Natur- und Artenschutz. Die strategische Zusammenarbeit von Volkswagen und NABU ist als beste Praxis im Nachhaltigkeitsmanagement mehrfach ausgezeichnet worden. (AutoHeadline.com)