Scania: Umweltvorteile durch lange Laster

Written by AutoHeadline  //  Montag, 30. Juni 2014, 12:55 Uhr

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Scania will durch längere Transportzüge bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. Foto: AutoHeadline.com

Scania hat festgestellt, dass der Kraftstoffverbrauch - und die CO2-Emissionen - pro Tonnenkilometer um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden kann, wenn die Lkw-Züge länger würden. Mit Sondererlaubnis der schwedischen Verkehrsbehörde setzte der Lkw-Hersteller Züge von 31,5 Metern Gesamtlänge zunächst zwischen Södertälje und Helsingborg in Schweden ein und hatte seit 2008 Erprobungsaktivitäten auf der Straße durch den Transport eigener Materialien und Güter unter realistischen Alltagsbetriebsbedingungen zwischen Produktionseinheiten von Scania in Södertälje und dem niederländischen Zwolle durchgeführt. Das Scania „Transport-Labor" konnte bereits eine Halbierung der CO2-Emissionen pro Tonnenkilometer von 2008 bis 2012 erreichen dank geschulter Fahrer, optimierter Fahrzeuge und niedrigerer Durchschnittsgeschwindigkeit. Mit einem weiteren Denkansatz will Scania nun die Klimaemissionen von Schwerlastern drastisch auf 20 Gramm pro Tonnenkilometer senken. Lkw-Transporte werden bisher mit Zügen von 16,5 Metern betrieben - der maximal zulässigen Gesamtlänge in den meisten europäischen Staaten mit Ausnahme von Ländern wie Schweden und Finnland. Für die LKW-Anhänger-Kombination, gilt eine maximale Länge von 18,75 Meter in den meisten europäischen Staaten, während Länder wie Schweden und Finnland, 25,25 m erlauben. Erik Ljungberg, Senior Vice President, Corporate Relations bei Scania, sagt: „Es gibt positive Umwelteffekte von längeren Fahrzeugkombinationen, aber leider ist es schwierig, Unterstützung für dieses Problem in vielen europäischen Ländern zu finden. Erfreulicherweise ergreifen die schwedischen Behörden Maßnahmen, um diese Vorteile zu erhalten. Einen gleichwertigen positiven Klimaeffekt durch Fahrzeug-Entwicklung zu erreichen, würde mehrere Jahre dauern." Der Entscheidung der schwedischen Transportbehörde waren Fahrsicherheitstests mit Fahrzeugkombinationen von 31,5 Meter Länge voraus gegangen, um sicherzustellen, dass diese Fahrzeuge nicht bei plötzlichen Ausweichmanövern für Dritte eine Gefahr darstellen. Anders Gustavsson, Geschäftsführer von Scania Transport Laboratory, bekräftigt: „Unsere langen Lkw-Kombinationen werden das Tempo des anderen Verkehrs nicht beeinträchtigen; wir sind leicht in der Lage, die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zu halten." (AutoHeadline.com)