Der Porsche 911 kommt bald mit Hybridantrieb auf den Markt

Written by AutoHeadline  //  Mittwoch, 07. Mai 2014, 11:00 Uhr

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Der Porsche 911 kommt bald mit Hybridantrieb auf den Markt. Foto: AutoHeadline.com

Die nächste Generation des Porsche 911 wird auch mit einem Plug-In-Hybrid-Antrieb angeboten. Das hat der Vorstands-Vorsitzende Matthias Müller in einem Interview mit dem in Bielefeld erscheinenden Westfalen-Blatt erklärt. "Hybrid-Konzepte helfen zunächst einmal bei der Lösung von CO2-Problemen. Anders als bei rein batterieelektrisch betriebenen Autos gibt es mit einem Plug-in-Hybrid kein Reichweitenproblem. Für Porsche aber mindestens ebenso wichtig ist die Möglichkeit, mit dem zusätzlichen Elektroantrieb und dem dann möglichen Boosten extrem sportliches Fahren zu ermöglichen. Mit dem Supersportler 918 Spyder Hybrid, der ja ein Serienauto ist, zeigen wir ja bereits, was diese Systeme leisten können, wenn man sie entsprechend auslegt. Das werden wir in Zukunft weiter tun." Für Müller ist das auch mit ein Grund für den Einstieg bei der Langstreckenweltmeisterschaft der LMP1-Prototypen mit dem 919 Hybrid und den damit verbundenen beträchtlichen finanziellen Aufwand. "Motorsport dieser Art ist auch Forschung und Entwicklung. Beides muss jeder Autohersteller betreiben. Gerade das Zusammenspiel von Benzin- und Elektroantrieb, wie bei unserem LMP1-Prototypen 919 Hybrid, ist für die Zukunft von Serienfahrzeugen von größter Bedeutung. Deshalb lohnt sich das Engagement auf alle Fälle." Zudem will der Autobauer aus Stuttgart-Zuffenhausen mit dem stärkeren Engagement im Motorsport auch den "Kern der Marke" betonen. Schließlich liegt der Anteil der viertürigen Modelle wie Panamera und Cayenne schon bei mehr als 70 Prozent. Und das noch ohne den neue Macan. Eine klare Absage erteilt Müller indessen einem neuen Einstiegssportler. "Die Marke ist nicht beliebig dehnbar. Da wollen und werden wir kein unnötiges Risiko eingehen. Wir sind derzeit gut, ja, fast ideal, aufstellt. Im Moment ist ein Projekt wie ein kleiner Sportwagen überhaupt kein Thema. Das passt nicht in unser Konzept. Für mich ist die Preisgrenze nach unten im Moment bei 50 000 Euro. Es gibt keinen Grund, das zu unterschreiten." Das Wachstum des Unternehmens dürfe auch nicht überstrapaziert werden. "Wir müssen die Entwicklungen noch gut managen können und werden uns von den Erfolgen nicht verrückt machen lassen. Das gelingt uns bislang sehr gut. Beispielsweise ist unser Personalbestand in den vergangenen drei Jahren von 12 500 auf etwas mehr als 20 000 gestiegen", sagt Müller dem WESTFALEN-BLATT und weist zudem auf weitere Investitionen in Leipzig hin. "Wir haben entschieden, dass nicht mehr nur die Endmontage, sondern die komplette Fertigung des viertürigen Sportcoupés Panamera nach Leipzig verlagert wird. Dafür werden wir etwa 500 Millionen Euro investieren. Ein deutliches Zeichen dafür, dass wir den Produktionsstandort Deutschland hoch halten." (AutoHeadline.com)