Audi will in Japan Weltmeister werden

Written by AutoHeadline  //  Freitag, 11. Oktober 2013, 14:25 Uhr

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Audi ist in der Sportwagen-Saison 2013 noch unbesiegt. Foto: AutoHeadline.com

Audi ist in der Sportwagen-Saison 2013 noch immer unbesiegt: Alle fünf Läufe zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gingen an das Audi Sport Team Joest, dazu hat der Audi R18 e-tron quattro auch die 12 Stunden von Sebring gewonnen. Zuletzt in Austin feierte die Mannschaft von Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich den 100. Gesamtsieg eines LMP-Rennwagens aus Ingolstadt und Neckarsulm. Nun steht der nächste sportliche Meilenstein bevor: Auf dem Kurs von Fuji in Japan kann Audi am 20. Oktober vorzeitig den Weltmeisterschaftstitel in der Markenwertung verteidigen.

Es war Liebe auf den ersten Blick: Japan liegt zwar rund 9.000 Kilometer von Deutschland entfernt, doch die Begrüßung, die Audi Sport vor einem Jahr beim ersten WEC-Gastspiel in Fuji erfuhr, war überwältigend. Gerade so, als seien Fahrer und Team in Japan zu Hause, wurden die Audi-Piloten und das Audi Sport Team Joest von einem enthusiastischen japanischen Publikum willkommen geheißen, am gesamten Wochenende um Autogramme gebeten und lautstark angefeuert. Auf der Haupttribüne bot eine Fangruppe bei jedem Boxenstopp ein akustisches Spektakel, das in Rhythmus und Lautstärke eher an eine Samba-Parade als an Motorsport erinnerte.

Zur großen Popularität der Mannschaft tragen gleich mehrere Audi-Werksfahrer bei, die viele Jahre ihrer Karriere in Japan verbrachten oder dort noch immer zu Hause sind: Tom Kristensen (DK) fuhr dort vier Jahre lang, sein Teamkollege Loïc Duval (F) ist seit 2006 im Land der aufgehenden Sonne aktiv und lebt in Tokio. Zusammen mit Allan McNish (GB), der früher als Testfahrer häufig in Japan war, führen sie die WEC-Fahrerwertung nach ihrem dritten Saisonsieg in Austin mit 33 Punkten Vorsprung an.

Ihre nächsten Verfolger sind die eigenen Teamkollegen. André Lotterer (D) ist seit 2003 in japanischen Rennserien engagiert und lebt in Tokio, sein Mitstreiter Benoît Tréluyer (F) verbrachte zwölf Jahre seiner Rennfahrer-Karriere auf dem Pazifik-Inselstaat. Einzig Marcel Fässler (CH) hatte bis zum WEC-Lauf in Fuji vor einem Jahr noch keinen Bezug zu Japan. Das hat die passionierten Fans jedoch nicht davon abgehalten, ihn mit Spruchbändern ebenso herzlich aufzunehmen wie seine Teamkollegen.

Abseits der Vorfreude sprechen auch die harten Fakten dafür, dass Japan ein wichtiges Rennen wird: Für Audi geht es bereits beim sechsten WM-Lauf um den ersten Weltmeisterschaftstitel in diesem Jahr. 69 Punkte beträgt der Vorsprung von Audi auf Toyota, bei den beiden verbleibenden Läufen nach Fuji werden noch insgesamt 52 Punkte vergeben. Eine Zielankunft ist also Voraussetzung, um sich vorzeitig den Titel zu sichern. Doch es geht um viel mehr: Nachdem Audi in Fuji im Vorjahr unterlegen war, soll der R18 e-tron quattro 2013 die Ziellinie als Sieger überqueren. Dabei trifft Audi auf zwei Rennwagen von Herausforderer Toyota.